UNIO Mystica

Die Erleuchtung, eine vergessene christliche Wahrheit

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Hier finden sich einige Vorträge als Youtubevideo (siehe unten) zu meiner persönlichen Kosmologie und der tieferen Bedeutungsdimension meiner Kunst, wie etwa dem Experimentalfilm „the Cosmic Christ – Unio Mystica“, der ca. Mitte, Ende 2023 fertig gestellt wird und ca. 80-90 Minuten gehen wird, also Spielfilmlänge hat. Ich gehe in meiner Kunst der verlorenen Dimension der Erleuchtung im Christentum nach, die für alle erfahrbar und erreichbar ist – zu Lebzeiten und ja sogar NUR zu Lebzeiten zu finden, auch wenn sie ewig währt. Denn wird sie nicht erlangt, folgt auf einen 10-200 jährigen Aufenthalt im „Himmel“, der aber nach meinem Wissen nur ein Zwischenreich ist (z.B. im tibetischen Totenbuch oder auch in diversen Yogaschriften von sogenannten Rishis, Sehern genau beschrieben), ehe die Seele wieder inkarniert, was auch im Märchen Frau Holle dargestellt ist. Den Seelen ergeht es bei „Frau Holle“ (Holda, der Göttin, unserer Mutter – Mata oder auch Marienkraft) ganz verschieden, je nachdem wie sie sich unten auf der Welt in den Erdenleben benommen haben. Volksmärchen als Gnosis, als geheime, überlieferte spirituelle Tradition, ist ebenfalls eine Quelle meiner Kunst. Du bist neugierig auf mein multikulturells, vielschichtiges spirituelles Weltbild? Du fragst dich, wie man alle Religionen in einer mystischen Weltanschauung zusammenführen kann? Oder hast selbst das Bedürfnis auf den spirituellen Weg aufzubrechen? Dann freue ich mich auf Dich in den Vorträgen! Wer lieber einen Text lesen möchte, der kann weiter nach unten scrollen.

"Gott hat die Gnade, dem Gläubigen in der Gestalt zu erscheinen, in der er verehrt wird."

Lied Gottes, Bhagavad Gita

"Existenz umgibt uns ständig so untrennbar, wie Wasser einen Fisch, dass wir nie auf die Idee kamen, unser wahres Wesen zu erahnen: Es ist reine Existenz. Sein, Wissen, Glückseligkeit. SAT CHIT ANANDA."

Stefan Heller

Disclaimer: Ich habe tiefen Respekt vor jeder tiefen, authentischen spirituellen Tradition. Man möge es mir nachsehen, wenn ich in dem einen oder anderen Vortrag in meiner Euphorie etwaige religiöse Dogmen zu hart angreife oder mit Logik zu sehr ins Licht der Lächerlichkeit rücke. So geht es mir doch stets um das Heiligste: Unsere Verbindung mit Gott wieder herzustellen. Ich will also niemanden missionieren, es seien also all jene zu dieser Weltsicht eingeladen, deren inneres Feld bereit ist, die von mir angebotenen Samen und Früchte gewinnbringend anzunehmen. Es geht mir darum Brücken zwischen den Menschen, Kulturen und spirituellen Traditionen zu schaffen, die meine Seele machtvoll erweckt haben. Diese Erfahrung von Einheit, von spiritueller Öffnung im inneren, zu teilen ist mein Anliegen. Und wer diese im klassischen Christentum der Kirche zu finden vermag, für den freue ich mich auch.

"Was Jesus uns ursprünglich anbot: Nichtduales Bewusstsein"*

Richard Rohr, Franziskanerpater * 1943 USA

"Erleuchtung wurde ein Evakuierungsplan für die nächste Welt und ist nichts mehr, was jetzt passiert, worauf die Leute bauen." *

Richard Rohr

"Es ist der Mythos wie wir zum Sohn Gottes werden können. Es ist eine Landkarte für den inneren Weg in die Ewigkeit. Und als solches weit wertvoller als ein Dogma an das wir nur glauben."

Stefan Heller

"Mein tiefstes Wesen ist Gott - so lange Du das nicht weißt, bleibt Gott draußen und Du bleibst unerleuchtet." *

Richard Rohr

Jesus als spiritueller Lehrer

Meine These ist: Jesus ging den Weg nicht für uns, er hat uns aufgerufen ihm nachzufolgen und Gleiches und Größeres wie er zu tun (vgl. Johannes 14:12). Diese These findet sich z.B. im Thomasevangelium wieder, in dem Jesus Erleuchtung predigt und gar Reinkarnation. Dieses Evangelium spricht mich seit Jahrzehnten mit ungebrochener Kraft aus tiefstem Herzen an. Ebenso wie das Lied Gottes, die Bhagavad Gita, die uns verheißt, dass Gott/die Göttin die Gnade hat einem jeden Gläubigen in dem Bilde zu erscheinen, in dem er Ihn/Sie verehrt. So wurde für mich klar: Der EINE Gott spricht durch alle Religionen und Gottheiten, durch Durga, Zeus, Jupiter, Jesus (beachte wie verwandt die letzten drei Worte sind), Buddha, Allah. Die Namen und Bilder sind letztlich „nur“ das Etikett, der Wegweiser, die Tür, durch die einzuschreiten es sich lohnt. Und wenn Du Dir meine Vorträge unten anhörst, wirst Du gar lernen, dass der Hinduismus mit all seinen bunten „Göttern“ im Kern eigentlich auch ein Monotheismus ist. Vedanta steigert die christliche Formel „Es gibt nur einen Gott“ nämlich letztlich noch zu „Es gibt nichts außer Gott“, so ist der Hinduismus so gesehen selbst monotheistischer als das Christentum 😉 . Und diesen einen Gott suche ich in meiner Kunst und meinem Leben.
Jesus spricht : „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.“

Hier haben wir sie also, die Erleuchtung, mutmaßlich aus dem Munde Jesus. Allein der Besitz dieser Schrift war lange mit der Todesstrafe belegt. Doch versteckt in den Rollen von Qumran überdauerte sie die Jahrtausende und wurde im Dezember 1945 wie durch ein Wunder in vollständig erhaltener Form wiederentdeckt. Meine These ist, dass Erleuchtung und Reinkarnation als Herzstück und Kronjuwel einer jeden spirituellen Tradition auf der ganzen Welt, aus dem kirchlichen Kanon weichen mussten, um durch den Ablasshandel jenen Reichtum anzuhäufen und die Menschen unter Kontrolle zu halten. Abgesehen von Buddhismus und Hinduismus muss man aber fairer Weise sagen, dass diese Wahrheiten meist den tieferen mystischen Wegen vorbehalten sind. Doch was für einen Sinn würde spirituelle Praxis machen, wenn es den Himmel (fast) kostenlos zum Tode gäbe? (10 Minuten Umkehr und Bekenntnis reichen) Daher ist Reinkarnation notwendige Basis für jede spirituelle Arbeit an sich und nicht fremdländisches, dogmatisches Beiwerk. Denn das ist ja gerade die große Sehnsucht meiner Generation, die neu erwacht ist, Yogazentren wie Pilze aus der Erde sprießen lässt und erste Ashrams in Deutschland etabliert hat, eine Sehnsucht nach spiritueller Praxis! Wir wollen nicht länger nur Gott anschauen oder auf den Himmel warten (um dort wieder Gott anzuschauen), wir wollen Gott in unseren Adern (Meridianen) fließen spüren, das Feuer das Jesus auf die Welt geworfen hat, in unseren Herzen hell entfachen und verglühen in Gott und heimkehren. Und wenn die Kirche diesen Weg zu gehen nicht bereit ist, sind wir sehr glücklich in unseren Ashrams. Doch es müsste eigentlich nicht so sein, ich und viele andere sind im Yoga, in Ashrams, weil die Seele in der eigenen spirituellen Traditionen das Wasser des Lebens nicht mehr findet. Und das Christentum hätte ja eigentlich eine reiche mystische Tradition, die zu erneuern es sich vielleicht lohnen würde. Dies möchte ich kraftvoll mit meiner Kunst, meinem Wirken anstoßen.

"Die letzten 500 Jahre waren die Wüste des Nichtmitmachens"*

Richard Rohr

Etwa das Jesusgebet der Ostkirche liest sich für mich als ausgebildeten Yogalehrer eins zu seins wie die kombinierte Mantrameditation. Hätte die Kirche in meiner Jugend etwa Meditationskurse oder ähnliches angeboten, hätte meine Suche weit kürzer ausfallen können. Was ich suche, ist das Feuer der Erleuchtung, keine lauwarme Glut, die mir einen Himmel im Jenseits verspricht. Denn auch hier klärt mich das Thomasevangelium auf: „Wenn die, die euch vorangehen, zu euch sagen: ‘Siehe, im Himmel ist das Königreich!’, dann werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen. Wenn sie zu euch sagen: ‘Es ist im Meer’, dann werden euch die Fische zuvorkommen. Vielmehr: Das Königreich ist innerhalb von euch und außerhalb von euch.“

Seine Jünger sprachen zu ihm: „Das Königreich – an welchem Tage wird es kommen?“ „Nicht im Erwarten wird es kommen! Sie werden nicht sagen: ‘Siehe, hier!’ oder ‘Siehe, dort!’. Vielmehr ist das Königreich des Vaters ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“
Und so lehrt Jesus für mich, eine verborgene spirituelle Dimension in uns zu eröffnen. Denn wenn es nicht „im Erwarten“ kommt, so kann es auch nicht auf den Körpertode folgen. Und ich mutmaße, dass jene, die das Himmelsreich dort „erwarten“ es eben nicht finden werden. Denn es heißt im Indischen, die menschliche Geburt sei wertvoll, denn wir seien hier, um das Himmelreich in uns zu finden und zu verwirklichen. Von Gottverwirklichung sprechen die Inder, oder Moksha, Befreiung nennen sie es. Verwirklichen wir es nicht, bleibt diese Arbeit im kommenden Leben zu tun. Und am Ende werden wir um den spirituellen Weg betrogen, wenn wir den Himmel nach dem Tode erwarten und ihn gut möglich dort eben nicht finden – zumindest wenn wir auf das Thomasevangelium hören oder etwa ich Recht behalte.
Das ist das Feuer Gottes, das mich antreibt in meiner Kunst. Die Inder haben ein Wort dafür, Mumukshutva, Sehnsucht nach Befreiung vom Rad der Reinkarnation, Sehnsucht nach Heimkehr, Einswerdung, der Unio Mystica mit Gott (wie es christliche Mystiker nannten und nennen), wovon all die Märchen im Symbol der königlichen Hochzeit kündigen. Als Kind und Jugendlicher dachte ich oft und lange, es stimme etwas nicht mit mir. Doch im Yoga durfte ich lernen, es ist recht harmlos, was ich habe, es ist Mumukshutva, Sehnsucht nach Erleuchtung, ein Fieber, das erst die alten Seelen, nach vielen vielen Lebzeiten trifft und es ist nur zu heilen in dem wir unser Herz so groß machen, dass das ganze All wieder darin Platz hat und Gott unser Gemahl wird. Wir alle sind Könige. Zusammen ein König in Gott. Eine Königin in der einen (nondualen) Göttin.
Wer sich fragt, was denn nun diese Erleuchtung ist, ist eingeladen meine Vorträge anzuhören und anzusehen. Ich freue mich auf Dich! 

Quelle: Microsoft Word – EvTh Lektüre.doc (uni-graz.at)

Was ist Erleuchtung?

Erleuchtung ist uns näher als die Nasenspitze, Erleuchtung ist Einheit mit Gott auf ewig, Erleuchtung ist unser ureigenstes Wesen, Erleuchtung ist Aufgehen in reinem Bewusstsein, in der Existenz selbst. Existenz umgibt uns ständig so untrennbar, wie Wasser einen Fisch, dass wir nie auf die Idee kamen, unser wahres Wesen zu erahnen: Es ist reine Existenz. Sein, Wissen, Glückseligkeit. SAT CHIT ANANDA. Und dieses unser wahres Wesen ist die Glorie selbst, ewig, ungeschaffen (da nondual, nicht aus Teilen bestehend) und doch existent, über der Zeit und dem Tal des Todes thront es. Und das ist das größte Geheimnis, das es für meine Generation zu verwirklichen und zu lüften gilt: Es gibt nichts außer Gott und jeder ist dieser eine Gott. Näher als die Nasenspitze und doch braucht es ein Leben oder viele Leben Arbeit in Demut zu reifen, um die Allseele, Allah, Gott wieder im Herzen zu gebären, die Jungfrauengeburt im Geiste zu durchlaufen, unsterblich und erleuchtete zu werden. Nur wer keine Augen hat zu sehen und keine Ohren hat zu hören, der denkt, dass Jesus keinen biologischen Vater hatte, natürlich hatte er den und das ist auch gut so!
Er redete in Gleichnissen, die allzu wörtlich genommen wurden. Wer die zweite Geburt, die jungfräuliche Geburt, die Erleuchtung erlangt, wer zweimal geboren ist, der eins ist mit dem Vater, der ist nicht länger vom Weibe geboren. Vor dem kniet nieder sagt Jesus. Jesus war nicht der einzige Sohn oder der Erlöser. Er war und ist ein großer spiritueller Lehrer (und wäre gerade als dieser ein Erlöser), vielleicht der größte von allen und die Kirche versteckte seine wahre Größe und Macht im Opferlamm Gottes. Nein Jesus starb nicht für unsere Sünden am Kreuz, er lehrte uns selbst zu Söhnen des lebendigen Vaters zu werden. Gott ist gütiger und liebender als wir auch nur erahnen können. Niemals musste er durch ein Opfer seines Sohnes beschwichtigt werden oder wieder ein Band geknüpft werden, das nie durchtrennt wurde. Es ist Zeit, dass wir erwachsen werden und die Gesetze des Kosmos studieren und erkennen. Eines davon ist Karma oder auf schwäbisch: „Wie du in den Wald hineinschreist, so schallt es zurück“. Und KEINER kann uns unseren Weg, die Lernaufgaben abnehmen, die für uns bedacht sind.
Welches Zutrauen hätte Gott in uns, wenn er den Weg schon für uns gegangen wäre? Wir ihn nur noch annehmen müssen für den Himmel? Für mich klingt diese Geschichte immer so schrecklich peinlich, wie eine Helikoptermutter, die noch zur 5. Klasse mit ins Klassenzimmer geht und die Mathearbeit für den Schüler schreibt. Wir selbst sind göttliche ewige Wesen. Als Ebenbilder Gottes haben wir alle Kraft, den Weg zur Erleuchtung selbst zu gehen. Und könnte uns Gott den Himmel per Fingerschnipp schenken, so täte er es in seiner Allmacht augenblicklich aus Güte. Aber das Schöpfungsspiel hat sich so entsponnen, dass es nur einen Weg heim, zurück gibt, die eigene Erkenntnis. Der eigene freie Wille, es ist Annahme und Erkenntnis. Und Gott selbst kann und will uns diesen Reifungsprozess nicht abnehmen. Nur wer bereit ist die höchste Liebe anzunehmen, was fordert, ALLE Schranken fallen zu lassen, der kehrt heim in Gott, was wir oft Himmel nennen. Der Himmel ist Einheit mit Gott. 
Wer nun etwa Angst vor Gottes vollem Terminkalender hat, der sei beruhigt. Die Veden, von 1000den in tiefer Meditation versunkenen Yogis empfangen, quasi einem spirituellen Download, beschreiben uns die Gestalt Gottes wie folgt: Die Quelle des Alls, das nonduale eine ist Brahman oder das Selbst. Es ist die Liebe selbst, Sein, Existenz, reinste, höchste, ewige Freude. Dieses ewige, nonduale, ewig glückliche Selbst ruht immer. Es tut weder, noch tut es nicht. Es ist jenseits jeder Dualität und Zeit. Es hat jede Dualität hinter sich gelassen und ist doch die Quelle aller Dualität. Und zu diesem Selbst werden wir alle – oder sind es eigentlich schon stets – überlagert vom Weltentraum, ohne es zu bemerken. So wie Jesus sagt, spalte ein Stück Holz, du findest mich, hebe einen Stein auf, du findest mich. Als diese Nondualität ist das Selbst einfach überall und es gibt kein daneben.
Es heißt IN diesem ewigen, unbewegten Selbst, das aber doch alles bewegt was ist, existiert die ganze Schöpfung, alle Welten und Planeten, das ganze All nur wie ein winzig kleiner Fliegenschiss.
Im Vergleich zur Glorie des Selbst ist alle Welt wie ein Fliegenschiss. Und um diesen „Fliegenschiss“, bzw. eben das ganze All, kümmert sich Ishvara, was sich am ehesten mit dem christlichen Gottesbegriff deckt. Ishvara lenkt das Schicksal aller Menschen, sorgt für das Wirken der Naturgesetze, hält Ordnung im All, sorgt dafür dass zu große Ungerechtigkeit schließlich wieder besiegt wird und leitet die ganze Welt. Doch dieser Ishvara ist letztlich wieder nur ein kleiner Teil vom ewigen Selbst, der sich um die Erhaltung und Pflege der Welt kümmert. Für uns ist Ishvara das Selbst, das größte und höchste Wesen. Ishvara ist eins mit dem Selbst. Und doch ist er nicht ewig. Es ist nur eine Rolle, das das Selbst zeitweise spielt ohne zu tun. Ishvara, Gott wird mit der Welt vergehen. Und wir, das Selbst, Brahman wird in den samenlosen Zustand zurückfallen. Jedoch ungemindert in Strahlkraft und Freude. Ehe sich dann nach zig Milliarden Jahren wieder ein All ausbildet und Ishvara, Gott von neuem in uns entsteht. Nicht weil uns dann langweilig ist, oder zur Unterhaltung, sondern einfach so aus Überschuss. Aus einem kindlichen Spiel heraus. Wie Hermann Hesse sagt: Die Ewigkeit ist gerade lange genug für einen kleinen Spaß. Was uns wohl der verspielte Krishna als kosmisches Kind, das an Honigtöpfen leckt, zeigen soll. Es gibt keinen Grund dafür. Der Erleuchtete ist also eigentlich nicht eins mit Gott, er ist die Macht, die selbst Gott erschafft. Eben die Nondualität. Das eine Ganze ohne Teile. 
Doch um würdig für diesen höchsten aller Preise, den höchsten aller Titel zu werden, müssen wir alles in uns tilgen, das Grenzen schafft. Vedanta ist eine Jahrtausende alte Lehrtradition, die uns diesen Weg zur Einswerdung zeigt. Oder wer lieber im westlichen, christlichen Kulturraum bleiben möchte, kann vielleicht mal in „Ein Kurs in Wundern“ lesen, der letztlich nichts anderes ist, als Vedanta in westlicher, christlicher Sprache. Im Kurs in Wundern heißt es, dass dies ein Pflichtkurs für alle Seelen ist. Und auf die Frage hin wieso der Kurs in spezifisch christlicher Sprache gegeben werde, antwortet Jesus: „Weil hier der größte Irrtum erlöst werden muss“. Es ist der einzige Heimweg. Egal wie man es nennt. Die Erkenntnis ist immer die Selbe. Und betrachtet man die Lehre Jesu, wie ich es tue, so lehrte eben auch er wohl das Erlangen dieser Nondualität, der ewigen Liebe in Gott. Er nannte es Himmelreich, er nutzte Gleichnisse, wie etwa der Schäfer, der seine Schafe auf eine grüne Aue führt, wo es ihnen nie mangeln wird. Das ist das Nirvana, das Selbst, Brahman, die Nondualität, wovon es keine Rückkehr mehr in diese Welt gibt. Dort wo Tod und Mangel besiegt wurden. Es sei also jedem selbst überlassen, wie er über meine Worte denkt. Ich will niemanden bekehren, ich will zur Wahrheit einladen, wer reif ist. 

Genau diese meine These fand ich nach Jahrzehnten in diesem Büchlein wieder: Jesus jetzt: die Decodierung eines Mythos. Und eben jenes ist die Kreuzigungsgeschichte vor allem: Ein Mythos und als solcher um ein weites kraftvoller und lebendiger als eine nur historische Geschichte. Es ist der Mythos wie wir zum Sohn Gottes werden können. Es ist eine Landkarte für den inneren Weg in die Ewigkeit. Und als solches weit wertvoller als ein Dogma an das wir nur glauben. 

Wer weitere Literatur zum Thema sucht, dem sei die Bhagavad Gita wärmstens empfohlen, die die universellen Schöpfungsgesetzte sehr anschaulich entfaltet. Der Kommentar von Rory B Mackay ist hierbei sehr zu empfehlen: Bhagavad Gita – Das Lied Gottes (German Edition). Überall online erhältlich. 

* Zitate von mir übersetzt aus den Vorträgen:
Richard Rohr on THE UNIVERSAL CHRIST – September 16th, 2018
englischer Vortrag zum kosmischen Christus
https://www.youtube.com/watch?v=KD7B3wr3xeY
„Wenn wir Leben auf einem anderen Planeten finden, was morgen sein könnte, zerfällt unsere ganze Geschichte (Storyline).“

Richard Rohr – Boston College School of Theology and Ministry Continuing Education
englischer Vortrag zu Christentum und Mystik
https://www.youtube.com/watch?v=fc2VfwrGr8g

Mein Vedantalehrer:
https://www.shiningworld.com

Der Ashram in dem ich zwei Jahre lebte:
https://www.yoga-vidya.de/